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MÖWE macht weiter

Sozialer Betrieb MÖWE gGmbH nun in "Insolvenz in Eigenverwaltung"

„Das Wichtigste vorweg: der Betrieb der  MÖWE kann weiter laufen“, das gab Franz-Josef Schwack, Vorsitzender des SKM – Katholischer Verein für soziale Dienste in Osnabrück e.V., bekannt. Drei Monate nach dem Antrag auf Eröffnung einer „Planinsolvenz in Eigenverwaltung“ und mit Ausarbeitung eines Sanierungskonzeptes zeigte er sich optimistisch über die Zukunft des sozialen Betriebes am Hauswörmannsweg. Mit Beschluss des Amtsgerichtes vom 1. August wurde das offizielle Insolvenzverfahren eröffnet, zum Sachwalter des Verfahrens wurde Rechtsanwalt Dr. Peter Jacob bestellt. Verfahrensbevollmächtigter und  Insolvenzberater des SKM Osnabrück e.V., dem Gesellschafter der MÖWE gGmbH, ist Rechtsanwalt Dr. Frank Krüger.

„Die MÖWE wird sich neu strukturieren und wieder mehr auf ihre Kernkompetenzen Qualifizierung und Förderung von Menschen konzentrieren, die erhebliche Hemmnisse zur Vermittlung in den ersten Arbeitsmarkt haben“, betonte Michael Strob, Geschäftsführer des SKM Osnabrück. Die Neuausrichtung setze weiterhin den Schwerpunkt in der arbeitsmarktpolitischen Förderkulisse auf Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Zugangsvoraussetzungen zur Förderung im Rahmen von Arbeitsgelegenheiten, die durch sozialpädagogische Betreuung und berufsfachliche Arbeitsanleitung begleitet werden. Mit entsprechender Refinanzierung sollen hierfür im Schnitt 60 Plätze bereitgestellt werden.

„Wir dürfen und wollen keinesfalls die Menschen aus dem Blick verlieren, die besonders im Blickpunkt des SKM und der MÖWE stehen“, ergänzte Franz-Josef Schwack und spielte insbesondere auf Maßnahmen an, die speziell für wohnungslose und von Wohnungslosigkeit bedrohte Menschen initiiert wurden. Bei diesen niederschwelligen Beschäftigungsmaßnahmen für Menschen mit erheblichen sozialen, emotionalen und psychischen Hemmnissen ständen eher längerfristige tagesstrukturierende Maßnahmen zur Verhinderung von Verschlimmerung im Fokus als beispielsweise die Integration in den ersten Arbeitsmarkt. „Hier brauchen wir Unterstützung bei der Finanzierung, die bislang über Eigenmittel und Zuschüsse aus kirchlichen Mitteln gelaufen ist“, signalisierte Johannes Bösken, Geschäftsführer der MÖWE, „damit wir den bislang beschäftigten Personenkreis nicht unter Wegfall eines strukturgebenden Tagesinhalts sich selbst überlassen müssen.“

 

„Ganz ohne Abbau von Arbeitsplätzen werden die Neustrukturierungen leider nicht durchführbar sein“, bedauerte der Geschäftsführer der MÖWE weiter. Es sollen aber Lösungen gewählt werden, die am sozialverträglichsten sind. „Wir denken da zum Beispiel an Positionswege für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in Kürze in Rente gehen, oder an die Vermittlung von Beschäftigten in andere Einrichtungen.“

Insbesondere bedankte sich Johannes Bösken bei den Osnabrückerinnen und Osnabrückern aus Stadt und Landkreis für die gezeigte Solidarität und Unterstützung nach der Bekanntgabe der vorläufigen Insolvenz im Mai. „Das hat uns auf unserem schwierigen Weg bestärkt, alles Erdenkliche zu unternehmen, um die MÖWE als Beschäftigungs- und Qualifizierungsort für Menschen am Rande der Gesellschaft zu erhalten.“

Alle drei zeigten sich sehr zuversichtlich, dass der eingeschlagene Weg der Sanierung mit der Neuausrichtung der MÖWE erfolgversprechend sei und den Fortbestand der MÖWE auch langfristig sichere.

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