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MÖWE-Insolvenzverfahren vor dem Abschluss

Gläubigerversammlung stimmt dem Insolvenzplan zu

„Wir werden das Insolvenzverfahren der MÖWE gGmbH in wenigen Wochen beenden können. Im Termin am Insolvenzgericht hat die Gläubigerversammlung dem von der MÖWE gGmbH vorgelegten Insolvenzplan zugestimmt“, zeigte sich Franz-Josef Schwack, Vorsitzender des SKM - Katholischer Verein für soziale Dienste in Osnabrück e.V. (Alleingesellschafter der MÖWE gGmbH), sichtlich erfreut und erleichtert über das Ergebnis.

 

„Die MÖWE bleibt damit erhalten und für viele langzeitarbeitslose Menschen weiterhin Begleiter auf ihrem Weg in den ersten Arbeitsmarkt“, ergänzte MÖWE-Geschäftsführer Johannes Bösken. „Wir haben uns neu strukturiert und konzentrieren uns nun wieder mehr auf unsere Kernkompetenzen Qualifizierung und Förderung von Menschen, die erhebliche Vermittlungshemmnisse in reguläre Arbeitsverhältnisse haben“, erklärte er weiter.

 

Als sich durch die Corona-Pandemie die ohnehin prekäre finanzielle Situation verschärfte, hatte die MÖWE das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt, um sich zu restrukturieren und neu aufzustellen. Teilbereiche wie die Malerei und der Gartenservice wurden geschlossen, weil es keine ausreichenden Förderungs-möglichkeiten mehr gab, der Großteil der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter konnte aber weiterbeschäftigt werden. „Wir sind sehr froh, dass wir durch die Umstrukturierungen nur sehr wenige Arbeitsplätze abbauen mussten, das war uns sehr wichtig“, betonte Franz-Josef Schwack.

 

Erfreut zeigte er sich auch über die Unterstützung durch die Weiterführung der Maßnahmen des Jobcenters: „Das hilft uns ungemein in unseren Bemühungen, die MÖWE wieder in ruhiges Fahrwasser zu bringen.“ Ebenso bedankte er sich bei den zahlreichen Kooperationspartnern, die der MÖWE während der Insolvenz und der Corona-Pandemie ihre Treue gehalten hätten. Nicht zuletzt wertschätzte er das Engagement der Osnabrücker Bürgerinnen und Bürger, die mit ihren Einkäufen und Aufträgen im Sozialen Kaufhaus am Hauswörmannsweg und in Jonathans Laden an der Johannisstraße die MÖWE weiter gefördert hätten. 

 

Wie geht es weiter? „Nachdem der Insolvenzplan im Rahmen eines Abstimmungs- und Erörterungstermins vor dem Insolvenzgericht mit den Gläubigern abschließend zu einer einvernehmlichen Lösung geführt hat“, beschreibt Geschäftsführer Johannes Bösken die personelle Entwicklung auf dem Weg in die Zukunft der MÖWE.

22 Mitarbeitende im Stammpersonal und 23 geförderte Personen wird die MÖWE sozialversicherungspflichtig beschäftigen. Durchschnittlich 60 Personen werden in den verschiedenen Projekten qualifiziert und gefördert. Vor der Insolvenz waren es 30 Mitarbeitende im Stammpersonal, 25 geförderte Mitarbeitende und 77 Teilnehmende in Projekten. Von den acht gekündigten Mitarbeitenden konnten bisher fünf Personen eine neue Anstellung finden.

 

Franz-Josef Schwack und Johannes Bösken bedanken sich zum Abschluss des Insolvenzverfahrens bei allen Gläubigern und Gesprächspartnern: „Die Gespräche waren außerordentlich fair und kooperativ. Uns wurde immer wieder gespiegelt, wie wichtig die MÖWE für arbeitslose Menschen mit besonderen sozialen Problemen ist. Das hat uns ein ganzes Stück durch die schwierige Zeit der Neuausrichtung getragen.“